Verdammt lang her :
Als es den
LINDENKRUG
noch gab
und darin 1982 kein geringerer als Mister Alexis Korner
auftrat, der auch der "Vater der Rolling Stones" genannt wurde.
Der britische Rockmusiker (Gitarrist und Sänger) gründete 1961 eine
Rockmusikgruppe, aus der u.a. die ›Rolling Stones‹ hervorgingen. Diese
Verpflichtung verdankten die Kreuzviertel-Bewohner dem engagierten Wirt Bernd
Altemeier der später aus der *Rhapsodie* an der Ritterhausstr.
zunächst das (kleine) "JATZ" machte. Der LINDENKRUGwar eine der größten Gaststätten im Kreuzviertel, in dem sich auch
spontan Schauspieler und Musiker auf der Durchreise einfanden. So sah man
z.B. Hannes
Wader oder Klaus
Lage mal bei einem Bier, und die Bühnen- und TV-Schauspielerin Renan
Demirkan spielte mit Freunden eine gepflegte Partie Billiard. Die
Grundlagen legte allerdings der unvergessene Wirt *Siegfried Pösselt*, der
mit einem guten Konzept die Ära der veralteten Gastronomie beendete und den
LINDENKRUG auf Erfolgskurs brachte. *Siegfried Pösselt* war gelernter
Hotel-Manager von der Hilton-Gruppe und wußte, wie man eine Kneipe mit
Musik und Restaurant kombiniert. In den Anfängen griff er selbst zur
Gitarre und sang Standards. Das brachte ihm schnell den liebevollen
Spitznamen "grausamer Wirt" ein. Aber immerhin machte er mit
seinen spontanen Auftritten vielen Session-Musikern Mut, die seitdem heute
noch in Dortmund auf den Bühnen spielen. *Siegfried Pösselt* eröffnete
noch weitere Lokale in Dortmund, z.B. das *Pegasus* am Ostwall, zu
dessen Eröffnung u.a. auch *Alfred Biolek* erschien. Auch die *Rhapsodie*
an der Ritterhausstr., in der heute der REWE-Supermarkt ist, gehörte zu
seinem Konzept. Die *Rapsodie* ist aus dem ehemaligem *Cockpit*
entstanden, im dem regelmäßig unglaubiche Ereignisse beobachtet wurden. So
kam es vor, daß befreundete Motorradfahrer mit ihren Maschinen direkt in
die Kneipe fuhren und das Bier bei einer Fahrt durch das Lokal austranken.
Meinungsverschiedenheiten waren da keine Seltenheit und wurden direkt
"unter dem Kinn platziert". In den Räumen von *Cockpit*
und *Rhapsodie* machte Bernd Altemeier
mit dem "kleinen JATZ" 1984 Zwischenstation, bevor er dann, nach
einem sehr umfangreichen Umbau 1986 das neue JATZ
in den Kellerräumen eröffnete. Sicherlich dürfte es die damaligen
Studienplatz-Bewerber und heutigen Berufstätigen mit
Numerus-Clausus-Studium interessieren, daß in den Räumlichkeiten des JATZ
damals ihre ZVS-Anträge gelagert
wurden.
Gerüchte besagen, daß
Erwin und
Georg
als Kommissare für eine neue Krimi-Serie vorgesehen sein
sollen ? Erwin ist
überzeugter Kreuzviertel-Bewohner und bereits seit Jahren immer
wieder in den TV-Medien zu Gast. Sei es in der *Arabella Kiesbauer
Show*, als Bösewicht in Krimis oder als Zeuge in einer
TV-Gerichtsverhandlung. Seine Karriere startete er auf Plakaten und
in Modenschauen für Herrenmode, die unter "Männer
- Mode - Übergrößen" liefen. Georg
ist ein wortgewaltiger Kreuzviertel-Bewohner und kommt seit seinem
Einkauf bei Ikea nicht mehr zur Ruhe. Eigentlich wollte er dort nur
ein kleines Küchenregal kaufen. Doch , wie es der Zufall wollte,
war zufällig ein Fernsehteam im Hause , das ihn als "typischen
Käufer" auswählte. Die Kamera verfolgte seinen Einkauf,
zeichnete jeden seiner Kommentare auf und begleitete ihn
schließlich bis nach Hause, wo er unter den Augen der Nation das
Küchenregal zusammenbaute. *Georg* ist ein zugereister
Bäckermeister aus Kiel und bringt naturgemäß Talent mit auf den
Schirm und in die Rolle. Die Sendung wurde inzwischen mehr als 12x auf verschiedenen Sendern, z.B. bei VOX und
*Spiegel-TV*
wiederholt.
Schauspieler aus
dem Film "Jede Menge Kohle" von *Adolf Winkelmann* : Uli,
Betti, Benno usw.. Repro-Bilder mit freundlicher Genehmigung von *Adolf
Winkelmann*
Benno
Wendland, der Iserlohner
Eishockeyspieler und legendäre Kneipenwirt in der *Pilskrone* war
nicht nur auf dem Eis hart im Nehmen . Zusammen mit
"Gazelle" entwickelte er über Jahre eine völlig neue Form
der "Erlebnisgastronomie" im KREUZviertel , die bis
über die Stadtgrenzen hinaus berühmt waren . Der schlagfertige
"Hörder Junge" mit dem unverwechselbaren westfälischen
Mutterwitz praktizierte "spontanes Kneipen-Theater", wie es
z.B. im
Ohnesorgtheater nicht besser
inszeniert wurde. In dem Kino-FILM *Jede Menge Kohle* von *Adolf
Winkelmann*
brachte er zusammen mit der "Gazelle" Glanz in die
Nebenrolle und verzehrte dort in seiner typischen Art eine Buttercremtorte
: "Entweder hab´ich Hunger, oder mir is´ schlecht !" ... Noch heute erzählen sich Stammtischler und sogar
Urlauber im fernen Rethimnon auf Kreta beim abendlichen Wein die
unglaublichen Geschichten.
Es begab sich zu der Zeit, als
Gazelle, die bulgarischen Zwillinge und ein weiterer Freund eine
wohlverdienste Urlaubsreise von Deutschland nach Hawaii antraten. Wir nehmen an, daß es
auf der Hinreise keine
Störungen gegeben hat. Auf der Rückreise von Hawaii nach Deutschland habe es
aber heftige Auseinandersetzungen mit dem Flugpersonal gegeben. Die Medien und
die Bild-Zeitung berichteten damals darüber. Die gutgelaunte Reisegruppe
wollte oder konnte ihre überschwängliche Urlaubsfreude an Bord nicht in den
Griff bekommen. Auch die strengen Aufforderung der Flugbegleiter führten
nicht zur Mäßigung. Die Teilnehmer schilderten nach ihrer Rückkehr, sie
hätten nicht, wie in den Medien berichtet, mit Teilen vom Frühstücksbrett
um sich geworfen, um die Stewardess körperlich abzuwehren. Die Crew der
Airline holten dann aber den Flugkapitän aus dem Cockpit zur Hilfe. Als auch
dessen ultimativen Anordnungen erfolglos blieben, entschloß sich das
Pilotenteam zur Landung in Anchorache/Alaska. Dort wurde die Strafmaßnahme
vollstreckt und die Reisegruppe von Bord gewiesen. Sämtliches Gepäck blieb
im Flugzeug und setzte die Reise nach Deutschland ohne ihre Besitzer fort. Gazelle, die
Bulgarischen Zwillinge und deren Freund aber mußten dann 2 Wochen ohne Geld
und Kleidung in der bitteren Kälte von Alaska nach einer Lösung suchen, um
irgendwie wieder nach Hause zu kommen. Angeblich hatte dieser Vorfall zur
Folge, daß sie routinemäßig auch bei anderen Airlines gesperrt waren.
Letztlich haben sie es dann doch mit vielen Telefonaten geschafft und gleich
nach ihrer Rückkehr Klage bei Gericht eingereicht. Die Richter kamen in
mehreren Instanzen zu uneinheitlichen Auffassungen. Möglicherweise auch
deshalb, weil die Zeugenvernehmung nicht ganz einfach gewesen sein dürfte ?
Kenner schmunzeln und fragen mit
einem Augenzwinkern : Was wäre da wohl losgewesen, wenn Benno auch noch
dabeigewesen wäre ?
Nach der Rückkehr aus Alaska
wurde der Name der sagenhaften Erlebnisgastronomie
geändert. Die legendäre Pilskrone hieß von da an *Anchorache-Inn*.
Kurz darauf verließen Gazelle und
die Bulgarischen Zwillinge die Stadt und
waren an anderer Stelle erfolgreich. Die Bulgarischen Zwillinge wurden
erfolgreiche Tänzerinnen in einem Theater-Ballett. Gazelle hat vor einiger Zeit
mit alten Freunden ihren Abschied aus der Gastronomie gefeiert.
Manche vermissen dieses liebenswürdige Wirtshaus im alten Format. Eine
traditionelle Gastronomie mit Herz und echter
gelebter Gemütlichkeit, die auch soziale, kommunikative und nachbarschaftliche Funktionen
erfüllte >>Bild
Übrigens - die alten
Schilder der Gaststätte soll es ja angeblich noch geben ;-)))
Ein Gast erinnert sich
:
Ehrensache, daß Bier
mehrere Minuten sorgfältig gezapft als wohlschmeckendes echtes Pils
serviert wurde, seinen Namen verdiente und den Preis wirklich wert
war. Das Glas war stets bis oben gefüllt und auf eine Schaumkrone war
Verlaß.
Die Tische waren mit jeweils 2 Tischdecken bedeckt, obenliegend weiß
oder je nach Anlaß dekoriert. Regelmäßig gab es zur Freude der Gäste
frische Blumen oder im Advent Tannengrün mit Schmuck. Zur
Weihnachtszeit wurde ein echter großer Weihnachtsbaum aufgestellt,
mit Kerzen und Lametta liebevoll geschmückt.
Der Gast bekam den guten alten Bohnen-Kaffee auf einem Tablett mit
Untersatz in feinen Tassen und saß auf stabilen, bequemen Stühle mit
guter Polsterung. .
Ältere Kreuzviertel-Bewohner sind heute "heimatlos"
geworden, denn für sie war es ein Ritual, das Lokal nach dem sonntäglichen
Kirchgang aufzusuchen, entweder zu einem Treffen beim geselligen Frühschoppen
oder zu einem langgezogenen ausgiebigen feierlichen Mittagessen.mit
Freunden, Nacbarn und Familie.
Die Tische wurden für Speisen eingedeckt, Servierten und Besteck
hatten auf dem Tisch eine feste Anordnung.
Die Gäste konnten Gespräche und Unterhaltungen in angemessener
Lautstärke diskret führen und wurden nicht von Musik aus technisch
unzulänglichen Lautsprechern-Anlagen überdröhnt.
An der Eingangstür verhinderte ein schwerer Vorhang Zugluft. Der Gast
hatte die Möglichkeit das schwarze Telefon im Lokal zu nutzen. Das
war in einer hölzernen Kabine neben dem Eingang montiert ( fast wie
in einem Beichtstuhl ) , mit Beleuchtung und bereitliegendem aktuellen
Telefonbuch.
Mäntel und Jacken brauchten nicht über den Stuhl abgelegt, sondern
konnten an Garderoben-Ständern ordentlich aufgehängt werden.
Kreuzviertelbewohner fanden sich regelmäßig am Stammtisch zu
Diskussionen oder Gesprächsrunden ein.
Dienstags gab es frische Reibeplätzchen. Ansonsten bot die
Speisekarte mehr als 30 solide Mahlzeiten, selbstverständlich auch
Kartoffeln, Suppen, Haxen, Bratkartoffeln usw.. Wer unbedingt wollte,
bekam auch Pommes..
Gelegentliche Schachspieler und kleine Karten- oder Spielerunden
wurden nicht als störend empfunden und waren willkommen , auch wenn
sie nicht immer zu höherem Umsatz beitrugen
>>mehr
/KM-Archiv "Kneipen geschlossen - Was nun, Brauerei
?"
Eine weitere
Traditionsgaststätte im KREUZviertel wurde am 26.
Oktober 2008 geschossen.
Damit endete auch die Ära der Wirtsleute Uschi und Horst Freese in der Essener Straße 24.
"Ein Stück Westfalen
geht uns verloren"
Nachdem bereits die "Sonne",
"Hohenzollern" und das "Pökelfaß" dem Zeitgeist und Trend zum Opfer gefallen sind, folgt nun auch
"Haus Bußfeld".
Viele werden dieses liebenswürdige Wirtshaus im alten Format vermissen. Eine traditionelle Gastronomie mit Herz und echter gelebter Gemütlichkeit, die auch soziale, kommunikative und nachbarschaftliche Funktionen erfüllte >>mehr
Diese Gaststätten sind zur Legende gewachsen und können nicht einfach ausgetauscht oder ersetzen werden.
Ein altes Sprichwort im KREUZviertel besagt :
"Eine Kneipe braucht ein Gesicht". Akzeptanz ist demnach das Zauberwort.
Eine Erfahrung, die schon einige Kneipen-Nachfolger im KREUZviertel machen
mußten.
"Ein Stück Westfalen geht uns verloren", trauert ein Stammgast
Es stirbt die
Eckkneipe -
Latte
Macciato, falsche Palmen und wuchtige Ledercouches statt Bier, Korn und Filterkaffee. Die originalen Kneipen sind alle weg. Und mit ihnen verschwinden auch die Traditionen der ursprünglichen Einwohnern
… Könnte der SPIEGEL damit auch Entwicklungen in Dortmund und im KREUZviertel
beschrieben haben ? >>mehr
/SPIEGEL
John Wayne - geboren in Dortmund :
in wenigen Wochen, am 06. April, würde der 1921 in Dortmund geborene Sychronsprecher
ARNOLD MARQUIS seinen 87. Geburtstag feiern. Er gab John Wayne die deutsche Stimme und in Hollywood nannte man ihn den "König der Synchronsprecher". In etwa 750 weiteren Verfilmungen stand seine unverwechselbare Synchronstimme auf der Wunschliste der Hollywood-Stars, u.a. von Robert Mitchum, Kirk Douglas, Richard
Widmark, James Coburn, Charles Bronson, George C. Scott, Yves Montand, Lino
Ventura, Trevor Howard, Bud Spencer, Jack Klugman und Lee Marvin. Am 24. November 1990 starb er an Lungenkrebs. RUDOLF PLATTE, der in Dortmund-Hörde geborene Schauspieler, würde am 12. Februar seinen 104. Geburtstag feiern. Rudolf Platte war In mehr als 200 Filmen zu sehen. Er spielte z.B. in "Charleys Tante", "Pension Schöller", in "Verrückt und zugenäht", beim "Kommissar" oder bei "Derrick". Mehr als 500 mal spielte er in dem Theaterstück "Das Geld liegt auf der Bank" einen Tresorknacker. Er glänzte in anspruchsvollen Rollen, etwa als "Hauptmann von Köpenick" oder im Fassbinder-Film "Die Sehnsucht der Veronika Voss". In Dortmund wurde Rudolf Platte 1980 mit dem "Ehrenring" ausgezeichnet. Der Schauspieler starb 1984 in seiner Wahlheimat Berlin. MANFRED WEISSLEDER, am 29. Januar 1928 in Dortmund geboren, setzte am 13. April 1962 beharrlich seine Ideen und Planungen um. Er gründete und eröffnete den
*Star-Club* in Hamburg. Ohne Manfred Weissleder wäre möglicherweise ein Stück Welt- und Musikgeschichte und vielleicht auch die Karriere der
Beatles anders verlaufen. Es begann alles zunächst Ende 1959 mit dem Kaiserkeller. An der Ecke Große Freiheit in St. Pauli eröffnete der Gastronom Bruno Koschmider den ersten Rock 'n' Roll-Club in Hamburg. Tony Sheridan hatte als Hamburger Lokalgröße bereits im Juli 1961 mit
"Skinny Minny" seinen ersten Hit. Als Wegbereiter leistete er bis 1962 auf St. Pauli wesentliche Vorarbeiten. Seine Band, die späteren
Beatles, bekamen im »Starclub« bei Auftritten fast rund um die Uhr den letzten Schliff für ihre Weltkarriere. Die Beatles spielten im Mai 1962 gerade wieder einmal im »Starclub«, als Manager Brian Epstein
( zuvor Entdecker und erster Produzent Bert
Kaempfert ) aus London mit einem »Herzlichen Glückwunsch... « den Durchbruch in den Top-Ten telegrafierte... In nur wenigen Tagen sprach sich die Adresse der Hamburger Clubs bei den Stars in aller Welt herum und die Künstler gaben sich die Klinken in die
Hand. +++ Manfred Weissleder verstarb am 27. Februar 1980 in Hamburg-Altona. >>Informationen
Ralf Bendix, der in Dortmund-Hörde
geborene Produzent, Komponist und Texter. Zu seiner Entdeckung zählt u.a. HEINO >>Info
>>Babysitter-Boogie
JAMES BOND, in Wattenscheid geboren : Michael Westerhoff vom Radio WDR2 hat übrigens herausgefunden, daß James Bond in Wattenscheid geboren ist.
Und Pater Braun in Bochum >>Info
/ Michael
Westerhoff >>WDR
direkt
Peter Scholl-Latour,
geboren in Bochum, Stephan Remmler (Trio) in Witten.
Charles Wilp wuchs in Witten
auf .
Inga Humpe: .In Hagen geboren, in Herdecke aufgewachsen, in Witten zur Schule und in Dortmund zum Ballettunterricht
>> Inga
>> AnnetteHumpe
Nena
in Hagen geboren bürgerlich Gabriele Susanne Kerner
KM
nimmt den Buchtipp
der
Künstlerin Ulla Kallert zum Anlass, um auf den Widerstand gegen die Wiederbewaffnung der BRD nach dem 2. Weltkrieg zu verweisen.
Überall im Lande und in Dortmund nahmen Arbeiter, Gewerkschaftler, Musiker, engagierte Künstler, Kirchenverbände und Studenten an Demonstrationen und Ostermärschen gegen den Krieg und die Wiederaufrüstung mit Atomwaffen teil.
Die Zahl der Kriegsdientverweigerer nahm ständig zu.
In den 60gern gingen die Studenten auf die Strasse und forderten umfassende Reformen in der Politik und Gesellschaft. Es kam auch in Bochum und Dortmund zu heftigen Auseinandersetzungen mit der Polizei.
In den 70ern und 80ern demonstrierte die Bevölkerung gegen Atomkraftwerke und die Stationierung von Atomraketen in Deutschland.
Auch im Kreuzviertel versammelten sich Protestgruppen und organisierten Fahrten zu Demonstrationen in Gorleben und Brockdorf.
Die Kreuzkirche wurde mehrere Tage von Demonstranten belagert und besetzt. Es kam zum Teil zu heftigen Diskussionen mit Gemeindemitgliedern.
Auf der belagerten Treppe vor der Kreuzkirche fanden Konzerte von Liedermachern statt.
Musiker aus dem Kreuzviertel und der Umgebung beteiligten sich spontan.
Im Cafe Samowar, dem ersten Cafe seiner Art im Kreuzviertel wurden Fahrten zu Demonstration organisiert.
Von der Kreuzkirche starteten Demonstranten in Richtung
Militär-Standorte und Kasernen der stationierten Briten bei Hamm und
Opherdicke, um dort gegen die
Aufstellung von Atomraketen zu demonstrieren.
Und heute ? Immer noch Kriege. Man will wieder Atomkraftwerke bauen.
Täglich erscheinen neue Meldungen über Kriege, Finanzbetrüger, steigende Arbeitslosenzahlen, entlassene Fabrikarbeiter, Umweltverbrechen usw. usw.
Die Probleme im Lande werden immer größer. Die Anzahl der betroffenen Leute, die sich wehren und auf den Strasse demonstrieren,
bleibt anscheinend unbedeutend klein.
Es ist an der Zeit, Ostern zum Anlass zu nehmen und sich lokal,
regional und global Gedanken zu machen.
Die letzten großen Demonstrationen liegen fast 30 Jahre zurück, als fast 200.000 Leute gegen Krieg und Atomkraft in Bonn und Brockdorf demonstrierten.
Bei einer aktuellen Demo in Berlin nahmen im März 2009 viele Senioren teil. Viele 50- bis 80jährige Teilnehmer protestierten mit erhobenen Fäusten. Das ist entgegen damaliger Zeiten neu. Heutzutage erscheinen eher die
Jungen uninteressiert, passiv oder entmutigt. Obwohl sie doch mehrheitlich in allen Lebensbereichen ebenso betroffen sind.
Es ist an der Zeit, Ostern zum Anlass zu nehmen, aus Passivität und Ohnmacht zu erwachen, die eigenen Interessen einzufordern, selbst wahrzunehmen und die Zukunft nicht den Lobbyisten zu überlassen, die mit Geldbündeln an den Toren der Parlamente
winken.